Basic-Synth (14) – Auswildern

von | Jun 5, 2021 | ReaktorBasic

Nachdem der Ton erzeugt, geformt, gefiltert, verhallt, klangkorrigiert, gebürstet und gefühnt ist, soll er den Synthesizer verlassen. Jetzt geht es um Lautstärke und Panorama.

[01]

Um was wir es gehen?

Der fertige Klang soll das Instrument nun amtlich geregelt verlassen. Dafür müssen aber ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Folgendes muss passieren:

  • Der Audio Voice Combiner vor den beiden Ausgängen entfällt
  • Das Scope-Macro wird mit dem EQ-Ausgang verbunden und …
    • … bekommt inten einen Audio Voice Combiner verpasst, damit es weiterhin seiner Aufgabe nachkommen kann. Dass das nötig ist, werdet ihr gleich erkennen, wenn ihr das Scope-Macro an den EQ-Ausgang anklemmt und die Verbindung rot aufleuchtet. Kennt ihr ja.
    • Das Scope-Macro belasse ich absichtlich an dieser Stelle, da es ja nur den Zustand des Klanges, aber nicht den Ausgangspegel anzeigen soll. Dafür werden wir uns anderer Module bedienen.
  • Parallel zum Scope-Macro wird ein weiteres Macro an den EQ-Ausgang angeschlossen, das wir „MIX“ nennen.
    • Das Mix-Macro bekommt einen In- und zwei Out-Ports, die wir mit L (links) und R (rechts) bezeichnen.

Jetzt kann es losgehen!

Abb. 1: Vorbereitungen

[02]

Zuerst sorgen wir für ein „echtes“ Stereo-Signal. Dazu begeben wir uns in das MIX-Macro und testen gleich mal, ob ihr schon ein wenige darin bewandert seid, wo ihr die benötigten Module finden werdet:

Zuerst brauchen wir einen Stereo-Mixer. Den findet ihr da, wo ihr den Amp Mixer für die Oszillator-Ausgänge besorgt habt. An dessen Ausgänge (L, R) klemmen wir jeweils einen Audio Voice Combiner und an die Ausgänge der Audio Voice Combinder die entsprechenden Out-Ports des MIX-Macros.
Die Aussteuerungsanzeige liefert und ein Level Meter Modul (nicht Meter Modul!), das ihr dort findet, woe ihr bereits das Lamp Modul für den PitchBend-Indikaor gefunden habt. Die Level Meter Module lassen sich im View Reiter der Siede Pane umfangreich anpassen (Farben, Größen, etc.)

Auf der linken Seite des Stereo Mixers verbinden wir den In-Port des MIX-Macros mit dem vorhandenen In-Anschluss des Mixers. Dann ziehen wir eine weitere Verbindung vom In-Port zum unteren Rand des Stereo Mixers und halten dabei die CMD-Taste (MAC), bzw. Windows-Taste (WIN) gedrückt (ihr erinnert euch?). Es entsteht ein weiterer Mixer-Eingang, so dass wir jetzt über rechten und linken Eingang verfügen.
Wer sich nun fragt, warum das so sein muss, da wir ja schon einen echten Stereo-Ausgang haben? Das ist eine gute Frage, die wir folgt beantwortet werden kann: Die Eingangsseite des Stereo Mixers verfügt nicht nur über einen Level-Eingang, sondern auch über einen Pan-Eingang, mit dem man festlegt, wo im Stereo-Panorama das Signal in den Mixer hinein kommt. Abgesehen davon haben wir im nächsten Schritt ein kleines Gimick geplant, für das zwei Eingänge unabdingbar sind. Lasst euch überraschen!

Zuvor berkommen die Lvl-Eingänge des Mixers noch je einen Fader und die Pan-Eingänge einen Drehknopf verpasst.

Abb. 2: Stereo Mixer

[03]

Und hier kommt das versprochene Gimmick: Wir verbreitern den Stereoeindruck mit einem banalen Trick:

Das Signal für den linken Mixer-Eingang ist wie gehabt direkt angeschlossen.
Das Signal für den rechten Mixer-Eingang durchläuft zuvor ein Single Delay mit einer festeingestellten Zeit von 15ms. linkes und rechtes Signal kommen nun zu unterschiedlichen Zeiten an euren Ohren an, woraus euer Gehirn den Eindruck bastelt, die beiden Kanäle wären weiter voneinander entfernt, als sie es sind. Wir haben das Stereo-Panorama verbreitert.
Der Selector zeischen Delay und Mixer sorgt dafür, dass sich der Effekt ein und ausschalten lässt, in dem der Selector das Eingangssignal entweder direkt aus dem In-Port oder aus dem Delay bezieht.

Abb. 3: Stereo Verbreiterung

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Dieser letzte Teil ist freiwillig – was man an der folgenden Abbildung gut erkennen kann 😉

Wie immer sieht es schlimmer aus, als es ist. Man könnte fast versucht sein, der Übersicht wegen hier ein Macro im Macro anzulegen. Wer mag, darf es gerne tun.

Was passiert hier?
Die Panorama-Regler haben einen LFO zur Seite gestellt bekommen. Jetzt können wir das Panorama automatisch zwischen links und rechts wandern lassen. Dazu werden die Panorama-Regler mit dem Tri-Ausgang des LFO addiert. Das kennt ihr ja schon aus den vergangenen 3 LFO-Anwendungen.
Die beiden nachgeschalteten Selectoren sorgen dafür, dass entweder der reiner Reglerwert, oder der Regler + LFO am Mixer ankommen. Da wir zwei Regler haben, benötigen wir auch zwei Selectoren, die aber über eine Button-Liste gesteuert werden.

Abb. 4: Panorama LFO

[05]

Fazit und Ausblick

In 14 Kapiteln haben wir nun die Software „Native Instruments Reaktor“ kennen gelernt und einen kleinen passablen Synthesizer erstellt, der sich standalone spielen, oder in einer DAW wie Logic oder Cubase als Klangerzeuger nutzen lässt.

In einem 15. Kapitel werde ich ein paar Downloads und Informationen zur Verfügung stellen.

Für alle, die noch mehr entdecken wollen, gibt es in loser Folge weitere Tutorials mit Reaktor-Basteleien (Advanced und Library). Einfach ab und an reinschauen, um auf dem Laufenden zu bleiben.

 

Abb. 5: Serviervorschlag

Kontakt

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Fon: 06150 865902
Mobil: 0151 50411034
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