Melodien transponieren leicht gemacht

von | Feb 27, 2021 | Theorie

Spiel das doch mal schnell eine Quinte höher. Kein Grund zur Panik, das ist eine reine Zahlenschieberei.
Denn: Musik ist Mathe mit Tönen!

Transponieren klingt kompliziert …

… hat es doch mit Tonarten zu tun, und diese unweigerlich mit mehr oder weniger vielen Vorzeichen. Ja, das stimmt schon so ungefähr, ist aber trotzdem einfacher, als vermutet. Zum Test bedienen wir uns der ersten vier Takte eines bekannten Kinderliedes, das wir dann in Folge erst um 3 Halbtöne nach oben und dann um einen Halbton nach unten verschieben wollen. Der Einfachheit halber immer von C-Dur ausgehend, also ohne irgendwelche Vorzeichen.

Bei Licht betrachtet!

Im Grunde ist eine Melodie nichts anderes, als eine folge von Tonabständen (Intervallen). Die Notenfolge unseres Beispiels könnte man auch eine Zahlenreihe überführen, mit der Anweisung, von dem Ton G aus folgende Halbtonschritte (bzw. Tasten auf dem Klavier) nach oben oder unten zu zählen, um zum nächsten Ton zu gelangen:

G / -3 / 0 / +1 / -3 / 0 / -2 / +2 / +2 / +1 / +2 / 0 / 0

 

Nach oben verschoben

Verschieben wir die Tonfolge um drei Halbtonschritte nach oben, fällt auf, dass das „Muster“ gleich bleibt.
Und in der Tat …

… handelt es sich um die selbe Abfolge, wie zu Beginn. Nur eben drei Halbtöne höher:

C / -3 / 0 / +1 / -3 / 0 / -2 / +2 / +2 / +1 / +2 / 0 / 0

Wir haben das Notenbeispiel von C-Dur nach F-Dur transponiert. Ich habe in der Notation bewusst auf das b-Vorzeichen beim Notenschlüssel verzichtet, weil sonst die Vorzeichen in Notentext wegfallen würden, und die Verschiebungen dann nicht mehr so einfach nachvollzogen werden können.

Nur um sicher zu gehen …

verschieben wir die Tonfolge um einen Halbtonschritt nach unten.

 

Und erneut ist das „Muster“ das selbe, nur der Startton hat sich (natürlich) geändert. Wir befinden uns jetzt in H-Dur (bzw. B-Dur nach internationaler Bezeichnung):

F# / -3 / 0 / +1 / -3 / 0 / -2 / +2 / +2 / +1 / +2 / 0 / 0

 

Fazit

Beim Transponieren einer Melodie verändert sich zunächst nur der Startton. Alle folgenden Töne behalten untereinander den selben relativen Abstand, den sie zuvor auch schon hatten. Aufgrund der neuen Positionen, werden mache Töne mit Vorzeichen versehen, um sie an die korrekte Stelle zu bekommen. Die Art und Anzahl der hierbei entstehenden Vorzeichen ist maßgeblich für die Tonart, in der das Stück nach dem Verschieben steht.

Mehr zu Tonarten und ihren Zusammenhängen findet ihr im Harmonielehre-Workshop (Druckauflösung oder Web-Auflösung) und weitere Downloads hier …

Kontakt

Bernd Scheurer
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Fon: 06150 865902
Mobil: 0151 50411034
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