Hashtag, Sharp or TicTacToe?

von | Apr 3, 2021 | Theorie

Ein Vorzeichen gesichtet? Das muss dann eine schwarze Taste sein! – Mitnichten! Zunächst müssen wir zwischen Vor- und Versetzungszeichen unterscheiden. Dann muss das Ziel nicht zwingend eine schwarze Taste sein. Je nach dem kann es sogar passieren, dass man einen solchen verschobenen Ton (auf dem Klavier) garnicht spielen kann …

Darf ich vorstellen …

… die Vor- und Versetzungszeichen. Ein paar davon sind allgemein bekannt, einige wohl weniger:

Bei der Gelegenheit:

  • Beim Hashtag sind die Senkrechten geneigt und die Waagerechten gerade.
  • Beim Kreuzvorzeichen sind die Senkrechten gerade und die Waagerechten geneigt.
  • Beim TicTacToe-Spielfeld sind die Senkrechten und die Waagerechten gerade.

Die hier solltet ihr kennen:

Die seltenen Exoten – kennt kaum jemand:

Vor- und/oder Versetzungszeichen?

  • Vorzeichen stehen am Beginn einer jeden Notenzeile und gelten für die komplette Zeile und für alle Oktaven.
  • Versetzungszeichen gelten nur innerhalb des Taktes, in dem sie stehen, und überschreiben die Anweisung der Vorzeichen am Zeilenanfang. Ist eine betroffene Note durch einen Haltebogen über die Taktgrenze hinaus gebunden, gilt das Versetzungszeichen auch für die angebundene Note im nächsten Takt .

Und wie heißt das dann?

Das ist leider nicht so eindeutig, wie die Geltungsbereiche. Das in Deutschland übliche Benennungssystem ist nicht stringend, weshalb ich gerne die internationalen Bezeichnungen verwende.

Deutsche Bezeichnungen

  • Wird eine Note erhöht, benennt man sie wie folgt:
    • C > Cis, D>Dis, E=Eis (E-is), F=Fis, G=Gis, A=Ais, H=His.
  • Wird eine Note erniedrigt, benennt man sie wie folgt:
    • C > Ces, D>Des, E=Es, F=Fes, G=Ges, A=As, H=B.

Internationale Bezeichnungen

Nun ist das B aber international die Bezeichnung für unser H (s. Harmonielehre-Workshop). Das muss man, je nach Notenmaterial im Kopf haben, sonst ist Konfusion angesagt. International benennt man die zugrunde liegende Note und ergänzt dann die Richtung der Verschiebung. Also „F erhöht“ (F sharp) oder „G erniedrigt“ (G flat). Das erniedigte H ist dann „B flat“.

Die müsst ihr kennen!

Dieses Zeichen steht für die Erhöhung um einen Halbton. Die betroffene Note muss „eine Taste weiter rechts“ gespielt werden. Dabei landet man nicht zwangsweise auf einer schwarzen Taste. Wird z. B. das E mit einem Kreuzvorzeichen versehen, liegt das Ergebnis auf der Taste F.

Dieses Zeichen steht für die Erniedrigung um einen Halbton. Die betroffene Note muss „eine Taste weiter links“ gespielt werden. Auch hier landet man nicht zwangsweise auf einer schwarzen Taste. Wird z. B. das C mit einem B-Vorzeichen versehen, liegt das Ergebnis auf der Taste H (oder international B).

Das Auflösunggszeichen löst andere Vorzeichen auf. (sic!) Eine meiner Schülerinnen nennt es deshalb „Radiergummi-Zeichen“ – ein sehr treffender Begriff.

Innerhalb eines Taktes, werden so Versetzungen ungültig gemacht. Am Beginn einer Zeile kann man damit eine Tonart ändern. Z. B. durch 4 Auflösungszeichen von 4 Kreuzen (E-Dur) auf 0 Kreuze (C-Dur).

Nicht so gängig – müsst ihr aber auch kennen!

Das ist eine doppelte Erhöhung. Gewissermaßem ein Doppel-Kreuz. Wozu sollte das gut sein? Könnte man das nicht auch mit einem „normalen Kreuzvorzeichen“ erledigen?

An dem folgenden Beispiel könnt ihr sehen, dass das schon ginge, aber eine Menge mehr Arbeit macht, als ein Doppelkreuz:

Kreuz- und Auflösungszeichen

Doppelkreuz

Und hier das Gegenstück zum Doppelkreuz. Funktioniert wie oben beschrieben, nur halt in die andere Richtung.

Warum man beim Doppelkreuz keine zwei Kreuzvorzeichen verwendet hat, wie hier beim Doppel-B, ist genauso schwer nachvollziehbar, wie das H > B > Desaster bei den Notennamen. Der Ursprung ist zwar historisch festzumachen, wäre aber trotzdem zu ändern …

Muss man nicht kennen – hinterlässt aber Eindruck beim Smaltalk.

Die folgenden Versetzungszeichen arbeiten im Bereich der Viertel- und Dreivierteltöne und kommen deshalb in der westlichen Musikkultur nicht vor. Man findet sie stattdessen in der orientalischen Notation. Ein einheitliches System existiert nicht, die Zeichen selbst lassen sich aber gut interpretieren:

Viertelton-Erhöhung

Viertelton-Erniedrigung

Dreiviertelton-Erhöhung

Dreiviertelton-Erniedrigung

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