Basic-Synth (9) – Wir müssen aufräumen – Dringend!

von | Apr 25, 2021 | Reaktor

Unser Synthesizer wird noch im einige Bestandteile wachsen: LFOs, Filter und mindestens einen Effekt. Um den daraus entstehenden Nebenwirkungen zuvorzukommen, müssen wir eine Extra-Runde einlegen und das bisher erarbeitete erst einmal zukunftssicher organisieren.

Don’t Panic!

Nein, ihr habt nichts verpasst! Das untenstehende Szenario ist eine Darstellung dessen, was passiert, wenn wir den nächsten Schritt, (zwei LFO’s) genau so hinzufügen, wie die bisherigen Erweiterungen. Das sieht zwar beeindruckend aus und erzeugt ein gewisses Gefühl der Wichtigkeit – aber es ist weder hilfreich noch zielführend, Schließlich sollen ja noch weitere Komponenten hinzukommen und irgendwann fehlt der Platz für eine sinnvolle Verdrahtung.

Bei Licht betrachtet …

… fällt auf, dass es hier einige Redundanzen gibt, die wir auflösen könnten. Aber nicht so, dass wir gleiche Schaltungsteile als Einzelstück mehrfach verwenden – eine einzige Oszilloskop-Schaltung kann ja schlecht an drei verschiedenen Stellen drei ebenfalls verschiedene Ereignisse darstellen. Sondern vielmehr so, dass wir, um beim Oszilloskop zu bleiben, diesen Teil der Schaltung in einen virtuellen Karton (Macro) packen und dieses Macro dann an in Form mehrerer Kopien an verschiedenen Stellen verwenden. Die Anzahl der Module verringert sich so zwar nicht, die Schaltung wird aber erheblich übersichtlicher.

Das Macro als solches

… ist eine Art Karton, den man mit Ein- und Ausgängen versehen und mit Schaltungen befüllen kann.

  • In der linken Bildhälfte seht ihr ein fiktives Macro mit mehreren Ein-und Ausgängen. Würde man dieses Macro per Doppelklick öffnen, würde man dort die von aussen sichtbaren Ein- und Ausgänge ebenfalls vorfinden (recht Bildhälfte)
  • Das bedeutet: Alle Ein- und Ausgänge, die ihr in einem Macro anlegt, werden automatisch auf der Aussenseite angezeigt. Auf diese Weise können Schaltungen innerhalb des Macros mit der „Aussenwelt“ kommunizieren.
  • Es spricht übrigens auch nichts dagegen, mehrere Macros ineinander zu schachteln. Der Eintrag in der Titelleiste über der Struktur-Ansicht hat übrigens das Macro in seine Liste aufgenommen: Neben dem Bug-Symbol steht jetzt „Pane > New > Macro“.

 

Oszilloskop einpacken

Unsere Oszilloskop-Schaltung (türkis markiert) bekommt an zwei Stellen einen Input geliefert: Am „A to E – Modul“ und am In-Eingang des „Scope-Moduls„. Beide beziehen ihr Signal aus der selben Quelle, so dass wir praktisch nur einen „Eingang“ an unserem Oszilloskop haben.

Wir werden nun wie folgt vorgehen und dabei alles, was sich in der Pane-Ansicht tut erst einmal ignorieren. Das wird dort zwischendurch etwas wirr aussehen, gibt sich dann aber wieder:

  • Unter der Oszilloskop-Schaltung ist etwas Platz. Dort werden wir via Rechtsklick mit Kontextmenü > New Macro – ja, der Weg ist tatsächlich so kurz(!) – ein neues Macro anlegen. Den Namen ändern wir mit einem Doppelklick auf die Bezeichnung „Macro“ in „Scope“.
  • Anschließend betreten wir das Macro mit einem Doppelklick auf dasselbe und legen dort via Rechtsklick mit Kontextmenü > Buil-In Module > Terminal > In Port einen Eingang an.
  • Das Macro verlassen wir entweder mit einem Doppelklick auf eine freie Stelle im Hintergrund, oder mit dem Anklicken des übergeordneten Objektes in der Titelzeile der Struktur-Ansicht.

Der Umzug kann beginnen.

  • Jetzt folgt eine kleine Copy&Paste-Aktion. Copy deshalb, weil ich das Original ganz gerne an Ort und Stelle belasse, bis ich weiss, dass die Kopie gut angekommen ist.
    • Wir wählen also mit gedrückter linker Maustaste die türkis markierten Module aus,
    • kopieren diese (die entsprechende Tastenkombination setze ich als bekanntes Alltagswissen voraus),
    • öffnen das Macro mit einem Doppelklick und fügen die kopierten Module in das Macro ein.
    • Danach verbinden wir innerhalb des Macros das Eingangsmodul mit dem „A to E – Modul“ und mit dem In-Eingang des „Scope-Moduls“ und verlassen das Macro wieder.

Der Umzug ist Geschafft.

  • Anschließend löschen wir die Oszilloskop-Schaltung ausserhalb des Macros und verbinden den Ausgang des „Audio Voice Combiners“ am Ende der Oszillatorschaltung mit dem Eingang des Scope-Macros. Fertig!

Nun ist fast alles wie zuvor, nur dass ein Teil unserer Schaltung in einem Macro steckt und über Schnittstellen mit der Aussenwelt kommuniziert. Fast deswegen, weil in der Pane-Ansicht ein bisschen was verrutsch ist. Zeit, um über die Darstellung von Macros zu reden:

  • Werden Module in ein Macro verfrachtet, erscheint in der Pane-Ansicht ein Rahmen mit dem Namen des Macros am oberen Rand und dem Inhalt des Macros innerhalb dieses Rahmens.
  • Wird der Name des Macros mit gedrückter Maustaste bewegt, bewegt sich der Inhalt mir.
  • im View-Reiter der Side-Pane finden sich diverse Einstellungen zum Erscheinungsbild eines Macros:
  • Visible
    • Mit der Option On, kann das komplette Macro ausgeblendet werden.
    • Der Angezeigte Layer bezieht sich auf die räumliche Position des Macros. Je höher die Layer-Nummer, desto weiter oben im Layout liegt das Macro. Elemente mir kleinerer Layer-Nummer können von solchen mit einer höheren Layer-Nummer verdeckt werden.
      Das gilt übrigens nicht nur für Macros, sondern für alle in der Pane-Ansicht vorhandenen Elemente.
    • Mit Group Panel Elements wir das komplette Macro mit Inhalt auch dann bewegt, wenn ich es an irgend einem Modul bewege und nicht mit der Namensleiste. Klingt auf den ersten Blick vorteilhaft, hat aber den Nachteil, dass sich beim bearbeiten der Oberfläche die Elemente innerhalb des Macros nicht mehr einzeln bewegen lassen.
  • Style
    • Ein Macro kann auf drei Arten dargestellt werden:
      • entweder mit einem grauen Banner und weißer Schrift am oberen Rand (Solid)
      • oder mit einem Rahmen und dem TItel in den Rahmen eingefügt (Line) – das ist die Default-Einstellung.
      • und schlußendlich: None. dann sieht man dem Macro nicht an, dass es eines ist, weil alle Hinweise darauf fehlen.
    • Ich bevorzzug aus optischen Gründen die dritte Variante, weil die Rahmen, je nach Größe und Inhalt der Macros, zu einem recht zerklüfteten Gesamtbild führen können. Zum verschieben ist es aber hilfreich, vorübergehend einen Rahmen einzublenden.
  • Borders
    • An dieser Stelle können die Innenabstände für links, oben, rechts und unten festgelegt werden.

Wir werden nun unser Macro so positionieren, dass der Inhalt wieder dort steht, wo er vorher auch stand, und anschließend den Style für den Rahmen auf „None“ setzen.

    Abschließend ein interessanter Hinweis für Neugierige:
    Macros können in sogenannten „Stacked Macros“ gestapelt und über einen Schalter, Button, Drehknopf oder eine Liste wahlweise ein- und ausgeblendet werden. So ähnlich, wie wenn wir mit einer Liste an einem Selector den Eingang wählen den wir durchschalten wollen.
    Eine mögliche Anwendung wäre z. B. an der gleichen Stelle und mit den selben Ausmaßen, verschiedene Hüllkurven-Varianten zu platzieren, die dann mit einer Reihe Buttons umgeschaltet werden können. Für den Benutzer sieht das dann so aus, als würde er zwischen den Varianten wechseln, in Wirklichkeit werden nur verschiedene Macros aus- und eingeblendet.

    Kontakt

    Bernd Scheurer
    Mainstraße 2
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    Fon: 06150 865902
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